24. Juni 2004 - 3. Tag

Heute sieht das Wetter leider nicht mehr nach Sonnenschein aus, dicke Wolke beziehen den Himmel und es ist recht frisch. Dafür steht heute unsere ersten beiden Portagen an. Nach 3 km Paddeln treffen wir auf die Siedlung Skakerud, wo ein schmaler Graben uns durch den Schilfgürtel bis zum Land leitet. Hier kann man sehr unkompliziert das Kanu an Land ziehen, seinen Müll in einem kleinen Häuschen deponieren und hat dann etwa 500 m Portage, zumeist bergauf, zum Limmen.

Im Zickzack (nordöstlich, südöstlich, nordöstlich) überqueren wir den See, begleitet von leichtem Nieselregen. Schließlich erreichen wir nach 4-5 km den östlichen Zipfel des Sees, dort wo sich auch der Lagerplatz DANO 101 befindet. Hier machen wir - von Mücken umschwirrt - unsere Mittagspause. Es ist schwül-warm, dann kommt heute zum ersten mal die Sonne durch. Von hier ab müssen wir den Kanadier über 1,5 km Waldwege und einen abschließenden steilen Stolperpfad zum Edslan ziehen - Dank des Transportwagens eine halbwegs leichte Übung. Wir sind heute etwas unentschlossen, wie weit wir paddeln wollen. Wir haben uns schon daran gewöhnt abends ein kleines Feuer zu haben, das die überraschend kühlen Abende erwärmt als auch die Mücken vertreibt. Also sind wir darauf festgelegt, die DANO Lagerplätze zu nutzen.

Diese sind jedoch in unregelmäßigen Abständen zu finden. Unser Kartenmaterial stellt uns vor die Entscheidung, heute entweder einen recht kurzen oder einen sehr langen Paddeltag einzulegen. Der einsetzende Regen nimmt uns die Entscheidung zum Glück ab. Als wir nämlich unsere Ausrüstung in der Schutzhütte des Lagerplatzes DANO 100 untergebracht haben bricht ein Wolkenguss hernieder, der noch Stunden anhält. Wir wären schön abgesoffen, trotz Regenklamotten und wasserdichter Taschen. So sind wir froh, doch noch zu unserem Feuer zu kommen, als der Regen etwas nachlässt. Zum Abendessen gibt es heute Kartoffelbrei mit Würstchen! Trotz abflauendem Regen entscheiden wir uns, das Zelt heute nicht aufzubauen, sondern die Nacht in der Schutzhütte zu verbringen. Im Prinzip war die Idee gut, allerdings kann man Nachts der Mücken kaum erwehren und das Gesurre um die Ohren kann einen schon recht lange wach halten ;-))