Die Namib

1. Februar 2002

Noch vor Sonnenaufgang brechen wir am heutigen Morgen nach einem kurzen Frühstück auf. Wir lassen die Lodge hinter uns und erreichen nach einer halben Stunde wieder die Piste, der wir weiter bis nach Sesriem folgen. Hier bezahlen wir für den Park und als wir gerade das Eingangstor passieren geht in unserem Rücken die Sonne auf. Sie beleuchtet eine einzigartige Landschaft.

Neben der nun asphaltierten Strasse ziehen Springböcke und Oryx an uns vorbei. Als wir einen Blick nach vorne werfen, sehen wir bereits die Ausläufer der roten Dünenriesen, die sich bis zu 300 m über den festen Grund erheben.

Es sind noch etwa 70 Kilometer bis nach Sossusvlei, dem Endpunkt der festen Strasse. Bereits auf dem Weg dorthin verzaubern uns die Sandberge, die im frühen Morgenlicht besonders beeindruckend aussehen. Ein Naturschauspiel der Farben spielt sich vor unseren Augen ab, jede Düne erscheint in ihrer eigenen Farbnuance. Wir parken unseren Wagen auf dem Parkplatz, von dem aus nur noch ein für allradgetriebene Fahrzeuge zugelassene Sandpiste weiterführt. Wir haben uns vorgenommen, die verbleibenden 5 km in die Dünen hinein zu laufen, schließlich ist es noch früh am Morgen und noch herrscht eine recht angenehme Temperatur.

Auf dem Weg in die Dünen gibt es abseits des Weges immer wieder neue interessante Dinge zu entdecken, vor allem die Farbkontraste zwischen Sand und Pflanzenbewuchs sind immer wieder aufs neue faszinierend.


 

© Geraldine Thiere

Es ist eine erstaunlich lebendige Landschaft, Flora und Fauna, die in diesen widrigen Umständen existiert. Schnell sind drei Stunden vorüber und die Mittagshitze kommt auf. Wir lassen uns von einem Pickup zurück zu unserem Wagen mitnehmen und machen dort erst einmal ein nettes Picknick. Anschließend fahren wir wieder zurück und lassen noch einmal die roten Riesen auf uns wirken.

Am frühen Nachmittag, bevor die Hitze unerträglich wird, verlassen wir die Namib und machen uns nach einem Tankstop auf die Weiterfahrt ins Naukluftgebirge, wo wir mehrere Tage verbringen wollen...

 

 

 

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