Naukluftgebirge

1. Februar 2003

Von Sesriem aus folgen wir dem ausgetrockneten Flussbett des Tsauchap, den die nun immer schlechter werdende Schotter- und Geröllpiste des Öfteren kreuzt. Man muss nun aufpassen, nicht zu schnell durch die - zu dieser Jahreszeit zwar trocken liegenden, aber recht tiefen  - Abflussrinnen zu fahren, um nicht mit dem Wagen aufzusetzen. Die Landschaft wechselt von einem zunächst von Buschland zu einer noch kargerem Gesteinswüste mit nur vereinzelten Büschen und wenig Gras. Ab und zu sehen wir einige Tiere, z.B. Oryx, Strauße und Warzenschweine, die sich hinter der Umzäunung der gigantischen Farmen tummeln.

 

Am Nachmittag erreichen wir das wenig auffällige Tor zum Naukluft Park und 2 Kilometer später halten wir am Park Office und buchen unsere Übernachtungen. Der Campingplatz befindet sich noch etwas weiter in dem sich einschneidenden Tal und zu dieser Zeit sind wir die einzigen Gäste - neben einigen Pavianen, vor denen wir schon vom Park Officer gewarnt worden sind. So richtig geheuer ist uns dabei nicht, dass die doch sehr kräftigen und neugierigen Tiere so nah an unserem Zeltplatz sind, aber außer einigen Anschleichmanövern passiert nichts. Den Rest des Tages verbringen wir mit faulenzen und ruhen uns von der anstrengenden Fahrt der letzten Tage aus.

Zu unserem leckern Braai, das wir am Abend veranstalten gesellen sich schnell die hier heimischen Vögel, z.B. Webervögel und Dohlen, um den ein oder anderen Brotkrumen zu erhaschen. Dabei machen ein regelrechtes Getöse, das uns recht amüsiert.

 

2. Februar 2003

Auch diesen Tag lassen wir recht ruhig angehen, es ist schon sehr früh ziemlich heiß und wir entschließen uns, die für heute geplante Wanderung in den Nachmittag oder Abend zu verschieben. Gudi und Steffen nehmen den Wagen, um den Park ein wenig zu erkunden, während Geraldine und ich lesen oder Tagebuch schreiben. Als die beiden wieder kommen, hat der Wagen einen Platten (der zweite), der aber schnell behoben ist. Geraldine und ich düsen etwas später noch mal mit dem Wagen los, zum einen, um aufzutanken und den Reifen reparieren zu lassen, zum anderen wollen wir die Hartmann'schen Bergzebras sehen, auf die Gudi und Steffen zuvor gestoßen sind. Und tatsächlich - auf dem Rückweg von Bülsport, einem Gehöft mit Tankstelle und Werkstatt, sehen wir im Park eine Herde Zebras, die uns neugierig beobachten. Das gleiche gilt für die Kudus, die vor der herrschenden Hitze in den kühlenden Schatten der niedrigen Büsche geflüchtet sind.

Am Abend wird es wieder etwas angenehmer und so entschließen Geraldine und ich uns, wenigstens einen Teil des Waterkloof Rundwanderweges zu gehen, den Steffen und Gudi mittlerweile in Augenschein genommen haben. Es führt uns in ein recht tief eingeschnittenes, grünes Tal, das in starkem Kontrast zu den eher recht kargen Berghängen steht. Wir sehen Paviane und Klippspringer und einen wunderschönen, gigantischen Köcherbaum.

 

Als schließlich die Dämmerung einsetzt, gehen wir zurück zum Campingplatz und kochen zusammen einen leckeren Eintopf mit Reis, Boerwors und Gemüse. Schon bald verziehen wir uns in die Zelte, der nächste Tag ist mal wieder ein Fahrtag...

 

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