Köcherbaumwald - Spielplatz der Riesen

3. Februar 2003

Vom Naukluft Park starten wir an diesem Morgen, um über endlose Schotterpisten zurück nach Marienthal zu kommen. Hier tanken wir kurz und folgen dann der B1 südwärts bis nach Keetmanshoop. Unser Ziel heute ist der Köcherbaumwald, der an  C17 Richtung Osten wenige Kilometer außerhalb der Stadt liegt. Zunächst aber beziehen wir unser Lager im unmittelbar daneben gelegenen Camp.

 

Das Camp ähnelt ein wenig einem Zoo, hier laufen Strauße und Warzenschweine im Vorgarten umher und zwei Geparden laufen im Gehege nebenan auf und ab. Wir kommen in recht lustigen Hütten unter, die entfernt an Raumkapseln erinnern, aber innen ganz gemütlich sind und vor allem eine Klimaanlage besitzen. Als wir gerade unser Gepäck ausladen fällt mir auf, dass wir mal wieder einen Platten (den dritten) haben, die restliche Luft entweicht gerade noch. Wir haben mittlerweile gute Übung im Reifenwechseln und in 5 Minuten ist der Wagen wieder flott. Wir hüpfen kurz in den Pool, den es hier überraschenderweise gibt, und fahren am Abend noch in die Stadt zum Essen.

4. Februar 2003

Wir stehen spät auf und gehen ein wenig im Köcherbaumwald spazieren. Na ja, der "Wald" ist eigentlich eine lose Ansammlung von ca. 300 Köcherbäumen, was allerdings eine beeindruckende Anzahl ist, zumal die Köcherbäume sonst nur vereinzelt anzutreffen sind. Die Bäume sind gesetzlich geschützt, was auch die abgestorbenen Exemplare umfasst. Auf Zuwiderhandlungen stehen 5000 Rand Strafe , wie ein Schild verkündet, oder 1 Jahr Gefängnis.

 

 

Im Anschluss fahren wir weiter zum Giant's Playground, dem Spielplatz der Riesen. Wind und Wetter haben durch Erosion skurrile Felsformationen geschaffen, die wie aufeinander gestapelte Bauklötze aussehen. Wir stromern ein wenig durch diese unwirkliche Landschaft und machen einige Schnappschüsse.

 

 

 

Nach einem Rundgang fahren wir nach Keetmanshoop, um dort unsere Vorräte aufzufrischen und einen neuen Reifen zu besorgen. Nach einem leckeren Frühstück bei Lara's fahren wir ostwärts auf der C16 nach Aroab, wo wir heute die Nacht verbringen möchten.

Als wir in Aroab ankommen finden wir recht schnell die Unterkunft, für die wir reserviert haben. Das ist allerdings nicht schwer, denn außer dem Motel gibt es nur noch eine Tankstelle, einen Supermarkt und wenig mehr Häuser. Das einzige Restaurant öffnet nur für uns, da es außer uns keine anderen Gäste gibt. Wir bestellen Schnitzel, da dies das einzige Essen zu sein scheint, immerhin in verschiedenen Variationen. Wie klein die Welt doch ist....

 

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